Andacht vom Montag, den 13. April 2026
Lesung: Epheser 1,1-10
Andachtsvers:
In Christus haben wir die Vergebung der Sünden. (Epheser 1,7)
"Haben" - ein sehr einfaches Wort. Oft eins der ersten Worte, die Kinder sagen können. Ist "haben" auch ein schönes Wort? Löst es gute Gefühle aus?
Das hängt davon ab, was wir haben oder eben nicht. Wenn ich etwas habe, dann gehört es mir. Mein Eigentum. Manche Dinge haben wir gern: Urlaub oder die Lösung. Manche Dinge haben wir gern los: eine Krankheit, Angst oder unsere Schuld. In unserem Vers ist "haben" ein sehr schönes Wort. Wir haben Vergebung. Wieviel Glück und Freude dieses Wort auslöst, kann nur der verstehen, der weiß, wie negativ Sünde ist. Wie groß Gottes Zorn und Strafe über die Sünde ist. Wie schrecklich es ist, keine Vergebung zu haben. Wie belastend die Angst vor Gottes Gericht und ein schlechtes Gewissen sein können.
Zweifel können sehr quälend sein: Habe ich die Tür zugeschlossen? Habe ich den Herd ausgeschaltet? Wie erlösend kann da die Bestätigung sein: Ja, habe ich.
Wir haben Vergebung. Wie leicht entsteht der Zweifel, ob es wirklich so ist. Weil das Bemühen um ein christliches Leben seit Jahren mehr von Scheitern als von Vorankommen gekennzeichnet ist. Weil Schicksalsschläge den klaren Blick auf Gottes Liebe trüben. Habe ich Vergebung? Habe ich Frieden mit Gott?
Wir haben Vergebung. Kein "Du könntest sie haben, wenn du dies oder jenes mal lassen oder tun würdest ..." Kein "Vielleicht hast du sie". Kein "Hoffentlich hast du sie". Sondern "Du hast sie! Sie ist dein. Sie gehört dir. Du hast sie sicher!"
Jesus Christus hat sie durch sein Erlösungswerk erworben. Durch den Glauben ist sie dir geschenkt worden und in deinem Besitz. Du hast Vergebung.
Lasst uns beten:
Herr Jesus, danke für diese Gewissheit. Hilf mir, dass ich daraus für meinen Alltag Freude, Trost und Zuversicht schöpfen kann. Amen.
Lied:
LG 292Pfarrer Carsten Hoffmann