Andacht vom Dienstag, den 15. September 2026
Lesung: Habakuk 3,1-19
Andachtsvers:
Aber ich will mich freuen des Herrn und fröhlich sein in Gott, meinem Heil. (Habakuk 3,18)
Vielleicht kannst du manchmal kaum glauben, dass Gott wirklich alles regiert und auf uns aufpasst. Habakuk ging es so. Doch trotz allem Leid und Schmerzhaftem, das Gott ihn wissen ließ, gipfelt sein Buch in einem wunderbaren Lob Gottes. Ihm will er weiter vertrauen. Auch du darfst wissen, dass Gott nicht herzlos ist, sondern voll Liebe zu dir. Er ist und bleibt unwandelbar. Wenn wir in Schwierigkeiten geraten, können wir ihm vertrauen. Wenn wir verzweifelt sind, dürfen wir uns doch auf ihn und sein Wort verlassen.
Auch wenn es manchmal anders aussieht: Gott hat auch heute die Kontrolle. Die lässt er sich nicht aus der Hand nehmen. Das gilt auch im Blick auf dein Leben. Er weiß genau, was dir zum ewigen Besten dient. Deshalb ließ er die scheinbare Niederlage seines Sohnes am Kreuz für dich zum größten Gewinn und Sieg werden. Die himmelschreiende Ungerechtigkeit, die Jesus widerfahren ist, dient zu deiner Vergebung. Sein Tod am Kreuz schenkt dir Leben, das über die Zeit auf der Erde in die Ewigkeit hinüberreicht. Jesus trug den Zorn und die Strafe für unseren Ungehorsam. So ist er dein Heil geworden. Aufgrund der unwandelbaren Liebe und Treue Gottes und des Gehorsams seines Sohnes bis zum Kreuzestod darfst du Gott ohne Angst begegnen.
Manchmal können wir Gottes Führung und seine Wege nicht verstehen. Aber er kümmert sich täglich um dich. In dieser Gewissheit kannst du mit Habakuk zuversichtlich in die Zukunft gehen und auch widrige Umstände in deinem Leben mit seiner Hilfe tragen. Du darfst dich freuen und in Gott fröhlich sein: Selbst, wenn du nicht viel vom Leben zu haben scheinst, hast du doch Gott zum Vater. Damit bist du reicher als mancher, der meint, sich hier alles leisten zu können.
Lasst uns beten:
Vater, ich will dir heute dafür danken, dass du mir deinen Sohn geschenkt hast und alles auch zu meinem Besten regierst. Amen.
Lied:
LG 320Pfarrer Michael Herbst