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Andacht vom Samstag, den 15. August 2020

Lesung: Markus 7,1-15

Andachtsvers: Sie sahen einige seiner Jünger mit unreinen, das heißt: ungewasche- nen Händen das Brot essen. (Markus 7,2)

Was für ein Skandal! Jesu Jünger waschen sich vor dem Essen die Hände nicht. Man könnte fragen, ob die Pharisäer sonst keine Probleme gehabt hätten. Gewiss sieht es nicht schön aus, wenn einer mit schmutzigen, ungewaschenen Händen isst; und hygienisch ist es auch nicht. Deswegen muss man doch nicht so grundsätzlich werden! Aber den Pharisäern ging es nicht um äußeren Anstand und Hygiene. Sie sahen in den ungewaschenen Händen einen Verstoß gegen Gottes Willen. Deshalb gingen sie den Herrn an und verlangten eine Erklärung. Jesus blieb ihnen diese Erklärung nicht schuldig. Auch er wurde nun ganz grundsätzlich. "Er sprach zu ihnen: Wie fein hat von euch Heuchlern Jesaja geweissagt, wie geschrieben steht: Dies Volk ehrt mich mit den Lippen; aber ihr Herz ist fern von mir. Vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts sind als Menschengebote. Ihr verlasst Gottes Gebot und haltet der Menschen Satzungen" (Verse 6-8). Die Pharisäer geben uns ein unrühmliches Beispiel dafür, wie groß die Gefahr ist, sich selbst etwas vorzumachen. Das gilt besonders für diejenigen, die bemüht sind, ein gottgefälliges Leben zu führen. An der äußeren Reinheit erkennen zu wollen, ob auch das Herz rein ist, funktioniert nicht. Das klappt auch nicht durch selbsterdachte Reinigungsvorschriften. Die Reinheit der Herzen können wir nicht bewirken. Was es braucht, ist ein bußfertiges Herz. Ein Herz, das seine Schuld erkennt und reumütig bekennt. Statt sich auf äußere Reinheit etwas einzubilden, ist es besser, mit dem König David zu beten: "Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz!" (Psalm 51,12). Diese Bitte wird der Herr gern erhören. Noch besser, als die Hände zu waschen, ist es also, die Hände zu falten.

Lasst uns beten:
Herr, reinige du uns immer wieder von aller Schuld und vergib auch, wo wir uns selbst und anderen etwas vormachen wollten. Amen.
Lied: 313
Pfarrer Jörg Kubitschek
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