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„Und es begab sich zu der Zeit, dass Jesus aus Nazareth in Galiläa kam und ließ sich taufen von Johannes im Jordan. Und alsbald, als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass sich der Himmel auftat und der Geist wie eine Taube herabkam auf ihn. Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.“

(Markus 1,9-11)

Das Trinitatisfest erinnert uns daran, dass es nur einen einzigen lebendigen Gott gibt, der aber in drei Personen auftritt. Die Kirche hat dafür den Begriff „Dreieinigkeit“ – drei Personen sind doch ein Gott – geprägt und bis heute wirkt Gott als Dreiniger für uns zum Segen.

Präses Michael Herbst

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Andacht vom Dienstag, den 16. Juni 2026

Lesung: Hosea 3,1-5

Andachtsvers: Wirb noch einmal um eine ehebrecherische Frau, wie der Herr um die Israeliten wirbt, obgleich sie sich zu fremden Göttern kehren. (Hosea 3,1)

Umworben werden - nur wenigen Menschen gefällt das nicht. Ob als Sportler, Arbeitskraft, Freund oder in der Liebe. Es ist schön, wenn es heißt: "Komm zu mir. Komm zu uns. Wir wollen dich. Wir brauchen dich und deine Fähigkeiten." Dieses Umwerben zeigt einem, dass der andere die eigenen Fähigkeiten oder Eigenschaften wertschätzt. Wenn man umworben wird, dann hat man das verdient. Ganz anders ist es hier bei Hosea. Wieder dient sein Verhalten als eindrückliches Bild für Gottes Verhalten gegenüber dem Volk Israel. Hosea soll noch einmal um die ehebrecherische Frau werben und sie lieben. Es ist eine unvorstellbare Steigerung zur ersten Ehe. Die Frau hat schon bewiesen, dass sie Hosea nicht treu ist und sein wird. Wir würden sagen: "Das tue ich mir doch nicht nochmal an!" So denkt Gott nicht. Er liebt dieses Volk bedingungslos und unverdient, weil er es herausreißen will aus seinem selbstzerstörerischen Verhalten (Vers 5). Dieselbe Liebe gilt auch dir. Auch du wirst von Gott umworben. Nicht weil du es verdient hast, nein, ganz im Gegenteil. Auch wir werden Gott immer wieder untreu und laufen den Göttern unserer Zeit nach. Aber Gott lässt dich und mich nicht los. Er lockt und umwirbt dich: "Komm zu mir. Ich will dich. Ich liebe dich. Bei mir hast du es gut, besser als bei all den anderen, die dich in dieser Welt locken und umwerben. Sie befriedigen nur kurzfristig deine Wünsche und Sehnsüchte. Ich will und werde dir dauerhafte Ruhe und Verbesserung schenken." Geb‘s Gott, dass wir und noch so viele Menschen wie möglich diese unvorstellbare Liebe Gottes erkennen und sich gern umwerben, rufen und helfen lassen.

Lasst uns beten:
Herr, danke für deine unverdiente Liebe. Amen.
Lied: LG 298
Pfarrer Carsten Hoffmann
Andacht hören: 

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