Willkommen!

„Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn.“

(Lukas 18,31)

Mit diesen Worten an seine Jünger zieht Jesus ein letztes Mal nach Jerusalem. Er weiß, dass sein Vater durch die Propheten sein qualvolles Leiden und seinen Kreuzestod vorausgesagt hat. Aus Liebe zu uns und allen Menschen geht er zielstrebig diesen Weg.
In den Wochen der Passionszeit begleiten wir Jesus, um uns daran erinnern zu lassen, was es ihn gekostet hat, uns Vergebung der Sünden zu bringen. Ich lade Sie herzlich ein, in dieser Zeit den Leidensweg Ihres Erlösers in Gottesdiensten, Passionsandachten und persönlicher Bibellese gedanklich zu verinnerlichen und wünsche ich Ihnen eine gesegnete Passionszeit.

Präses Michael Herbst

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Andacht vom Mittwoch, den 11. März 2026

Lesung: Johannes 12,37-50

Andachtsvers: Wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe. (Johannes 12,45+46)

Die Gabe der Vernunft ist uns gegeben, um uns die Erde untertan zu machen, aber auch, um unseren Schöpfer zu erkennen und zu ehren. Diese "natürliche" Gotteserkenntnis (Römer 1,19+20) gilt auch nach dem Sündenfall, nur dass der Mensch sich immer mehr davon abgewendet hat. Die wahre Gotteserkenntnis (1Johannes 5,20) dagegen, ihn auch mit seinem liebenden Wesen zu erkennen, ist uns seitdem nicht mehr möglich. Weil Gott aber nicht will, dass Menschen verloren gehen, hat er seine rettende Liebe durch sein biblisches Wort zu erkennen gegeben und Herzen geöffnet. Wohnt Gott doch in einem Licht, das für uns nicht wahrnehmbar ist. Darum hat er seit dem Sündenfall auf den hinweisen lassen, der aus diesem himmlischen Licht kommen und die Erlösung bringen sollte: Jesus Christus, Gottes Sohn. Er ist mit dem Vater eines Wesens (Johannes 10,30). Deshalb kann Jesus sagen: "Wer mich sieht, sieht den Vater, der mich gesandt hat." Aber so wie der durch Taufe und Glauben wiedergeborene Mensch nicht am Äußeren erkennbar ist, so ist es auch nicht die menschliche Gestalt Christi, die zum Vergleich steht. Es ist vielmehr sein heiliges Wesen, das in Christus wahrnehmbar wurde: Seine Sündlosigkeit, Gerechtigkeit, sein Erbarmen und vollkommene Liebe. Wer nun so gerettet sein darf, ist aus der Finsternis der Satansgewalt herausgerissen und in das helle Licht der Sündlosigkeit Christi gestellt worden. In seinem Licht können wir darum unser Leben führen - erkennbar, wohltuend für uns und andere. Denn: "Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg" (Psalm 119,105). Beherzigen wir das mit dankbarem Herzen und lassen uns durch sein Wort leiten!

Lasst uns beten:
Hilf uns, Herr Jesus, durch die Kraft deines Heiligen Geistes, dass wir - von deinem Licht erhellt - auch anderen deinen Weg beleuchten. Amen.
Lied: LG 331
Pfarrer in Ruhe Werner Stöhr
Andacht hören: 

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