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Andacht vom Sonntag, den 1. November 2020
21.So.n.Trinitatis
Lesung: Psalm 42,1-12

Andachtsvers: Ich sage zu Gott, meinem Fels: "Warum hast du mich vergessen? Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drängt?" (Psalm 42,10)

Dieser Psalmvers passt irgendwie zum Jahresspruch für 2020: "Ich glaube; hilf meinem Unglauben!" (Markus 9,24). Der geängstigte Vater eines besessenen Jungen, der diese Worte spricht, ist hin- und hergerissen zwischen Gottvertrauen und Zweifel. So ähnlich geht es wohl dem Beter von Psalm 42. Auf der einen Seite spricht er Gott als seinen Fels an. Auf der anderen Seite stellt er die verzweifelte Frage: "Warum hast du mich vergessen?" Und so ist es wohl schon jedem von uns ergangen, dass wir hin- und hergerissen waren zwischen Gottvertrauen und Zweifel. Dieser Psalmvers ist ein ehrliches, echtes Gebet. Es mag Momente geben, in denen es uns so vorkommt, als ob uns Gott vergessen hat. Dabei kann das nicht sein. Gott kann uns nicht vergessen. Wir vergessen Dinge, weil wir Menschen sind. Wir vergessen vielleicht einen Termin, den wir uns nicht in den Kalender eingetragen haben. Oder wir vergessen den Namen von jemandem, mit dem wir lange nichts zu tun hatten. Und ja, traurigerweise vergessen wir manchmal sogar Gott. Wenn die Not noch nicht zu groß ist oder wenn wir uns einbilden, allein klar zu kommen. Aber Gott hat seine Wege, uns an sich zu erinnern. Und dank seiner Geduld mit Sündern ist es nie zu spät, so zu beten wie der Beter von Psalm 42. Denn es ist eine vollkommene Unmöglichkeit, dass Gott uns vergisst. Gottes Wort hat da einen sehr starken Vergleich und noch stärkeren Trost bereit: "Kann auch eine Frau ihr Kindlein vergessen, dass sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie seiner vergäße, so will ich doch deiner nicht vergessen" (Jesaja 17,10).

Lasst uns beten:
Gott, mein Fels, vergib mir, dass ich dich auch schon vergessen habe. Hab Dank, dass ich wissen darf, dass du mich nie vergessen wirst. Amen.
Lied: 313
Pfarrer Michael Müller
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