Wer wir sind

christliches Ornament

Wir sind evangelisch: Wir bekennen uns zum Evangelium als dem Kernstück des christlichen Glaubens. Das Evangelium ist die gute Nachricht der Bibel, dass Gottes Sohn, Jesus Christus, Mensch wurde. Er hat uns vor der ewigen Trennung von Gott in der Hölle gerettet und uns zu Gottes Kindern gemacht. Wir glauben, dass durch seinen Tod am Kreuz auf Golgatha die Sündenschuld aller Menschen vollkommen vergeben wurde. Diese Tatsache wird durch seine leibhaftige Auferstehung besiegelt. Jeder, der diese Vergebung von Jesus glaubt und für sich annimmt, steht in befreiender Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott. Nicht einmal der Tod kann diese Gemeinschaft zerstören und alle Gläubigen werden zum ewigen Leben mit Gott auferstehen.

Wir sind lutherisch: Als vor etwa 500 Jahren die christliche Kirche von vielen falschen Lehren und Vorstellungen durchdrungen war, stand diese gute Nachricht der Bibel nicht mehr im Mittelpunkt. Martin Luther fand in den Worten der Bibel die Zusage des Evangeliums wieder und bekräftigte sie in ihrer Gesamtheit als irrtumsloses und unfehlbares Wort Gottes. Luthers Werk und das seiner Mitstreiter wird Reformation – Wiederherstellung – genannt. Dabei sind die Lehren der lutherischen Kirche, wie sie sich in den lutherischen Bekenntnisschriften finden, nicht neu, sondern stammt aus der Bibel. Sie weisen uns den Weg zum ewigen Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Wir sind eine Freikirche: Wir versammeln uns, um Gottes Wort zu hören und zu lesen. Dabei steht Jesus Christus, der Herr und Erlöser, im Zentrum. Als Freikirche sind wir unabhängig von staatlichen und politischen Organisationen sowie den Strukturen anderer Kirchen. Diese Eigenständigkeit war bereits in der Entstehungszeit unserer Kirche wichtig und ist es auch heute noch. Unsere Kirche mit ihren Gemeinden finanziert sich nur durch die freiwilligen Spenden ihrer Glieder und nicht über die Kirchensteuer. Das gibt uns den nötigen Rahmen, um unseren Glauben evangelisch und lutherisch leben und bekennen zu können.

Unsere Geschichte

1830
1871
1877
1923
1948
1972
1984
1989
1993
2017

1830

In Preußen, Baden und Nassau bilden sich selbstständige lutherische
Gemeinden, die auf der Grundlage der Bibel und der Bekenntnisschriften
der Reformation bleiben wollen.

1871

Auch in Sachsen bilden bibeltreue Lutheraner freie
Gemeinden, zuerst in Dresden und und in Planitz.
Das ist ein Novum auf dem Gebiet einer ursprünglich
lutherisch geprägten Landeskirche.

1877

In Planitz tritt die erste Synode der Evangelisch-Lutherischen
Freikirche (ELFK) zusammen. Als Organisationsform wählen
die freikirchlichen Lutheraner das Gemeindeprinzip.

1923

Überall in Deutschland gibt es Gemeinden der ELFK.

1948

Die Zeit des zweiten Weltkrieges bringt große Not auch über die
Gemeinden der ELFK. Pastoren werden zum Kriegsdienst eingezogen.
Flüchtlinge aus Polen und Ostpreußen finden in der Folgezeit
in den Gemeinden der ELFK eine neue Heimat.

1972

Im Westteil Deutschlands bilden die lutherischen Freikirchen einen neuen Kirchenverband, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK).

1984

Die Entwicklungen im Ostteil Deutschlands führen nicht zu der angestrebten organisatorischen Vereinigung. Aufgrund unterschiedlicher Auffassungen in der Lehre von der Heiligen Schrift und von der Kirchengemeinschaft gehen ELFK und Altlutherische Kirche (später SELK) getrennte Wege (Hartensteiner Beschluss).

1989

Der Fall der Berliner Mauer eröffnet neue Möglichkeiten für die ELFK.
Bestehende Kontakte zu Schwesterkirchen im Ausland können
wiederbelebt und vertieft werden (WELS).
Im gleichen Jahr zerbricht die Kirchengemeinschaft mit der SELK
 wegen unterschiedlicher Lehrauffassungen in der Schriftfrage und
der Lehre von Kirchengemeinschaft.

1993

In Oberwesel findet die Gründungsversammlung der Konfessionellen
Evangelisch-Lutherischen Konferenz (KELK-Statut) statt, zu deren
Gründungsmitgliedern die ELFK gehört.
1993

2017

Die ELFK ist im Lutherjahr Gastgeber der 9. Vollversammlung der Konfessionellen Evangelisch-Lutherischen Konferenz (KELK). Vertreter aus 32 Schwesterkirchen weltweit versammeln sich in Grimma unter dem Motto:
Reformation – damals und heute.
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